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Theatralische Lesung für Kinder ab 8 Jahren
Im Rahmen der französischen Wochen 2022

Sprache: französisch

Wann: Freitag, 24. Februar 2022, ab 15 Uhr
Wo: Institut français Stuttgart, Schlossstraße 51, 70174 Stuttgart
Eintritt: frei, Spende möglich

Was macht einen Held? In „die Legende der Jahrhunderte“ (la légende des siècles), Victor Hugo erforscht für uns gleichzeitig die Geschichte, die Mythologie und die Religion: Superhelden und Monster, Sklaven und Tyrannen, Waisenkinder und arme Fischer, oder sogar Gott und Satan! Überall der Kampf von Gut gegen Böse ermöglicht einer anderen Art von Heldentum zu erscheinen, und falls die Guten manchmal dabei sterben, gewinnen sie immer auf ihre Weise…

Nicolas Rist liest und spielt alle Figuren der vielfältigen Gedichten und die Kinder sollen herausfinden, welche davon der Held ist und warum.

Salon mit literarischen Spielen

Wann: Sonntag, 27. März 2022, von 11 bis 13 Uhr
Wo: Café des Kulturzentrums Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart-West
Eintritt: 5€, Kaffee, Tee und Croissants können bestellt werden
Corona: 2G

Wer kann einen großen Autor, eine große Autorin erkennen, wer kann ihn oder sie so imitieren, dass die Zuschauer*innen die Fälschung nicht erkennen?

Inspiriert durch die Kultsendung in France Culture „Des Papous dans la tête“ unternehmen wir mit drei Mitspielern auf der Bühne und dem Publikum eine Entdeckungsreise in die französische Literatur. Gespielt wird auf Deutsch, aber die Texte werden auch im französischen Original präsentiert.

Zuerst muss aufgrund von Stil und Inhalt eines Textes der Autor erraten werden. Dann erfinden die Mitspieler Anfang und Ende eines berühmten Romans, der Originaltext wird daruntergemischt und das Publikum muss raten. Schließlich schreiben die Podiumsgäste ein Gedicht in der Struktur eines berühmten Vorbilds.

Unsere inzwischen bewährten Mitspieler auf der Bühne sind:

Cathy Nzimbu Mpanumpanu
vom Unterstützerverein für den Kongo Ndwenga
der Journalist
Dr. Peter Hölzle

Moderation: Nicolas Rist, unterstützt von Jörg Rössig

 
 
 
 
 
Schauspiel/ Tanz/ Musik
präsentiert in Zusammenarbeit mit Afrik’Atchinzon
Im Rahmen der Französischen Wochen 2022
 
Wann: Mittwoch, 16. März 2020, 20:00 bis 21:30 Uhr
Wo: Theater tri-bühne, Eberhardstr. 61a, 70173 Stuttgart
Eintritt: € 17/ erm. € 10
Online Kartenverkauf 24/7: www.tri-buehne.de oder www.reservix.de
Oder Vorverkauf: 0711-236 46 10
Nach der Vorstellung gibt es Gelegenheit zu einem Gespräch mit den Künstlern.
 
In der Hoffnung auf ein besseres Leben verlässt der junge Künstler Dégnan den Halt der Heimat Afrika und tritt eine gefährliche Reise nach Europa an. Das neue Leben bedeutet aber zunächst Gefangenschaft in einem Auffanglager für Flüchtlinge. Es folgt ein Dasein als Geduldeter, in der Ungewissheit, ob er bleiben darf. Seine Bildung, sein sozialer Status in Afrika spielt in der europäischen Gesellschaft keine Rolle. Anspruchslose Aushilfsjobs halten ihn über Wasser. Die Welt um ihn herum ist ihm fremd, und er ist dieser Welt fremd. Hat er alles riskiert um nichts zu bekommen?

Auf der anderen Seite Dégnans Mutter. „Mamoundé!“ sagt sie, „Geh nicht!“ Aber darf/kann sie ihn aufhalten? Was, wenn in Europa wirklich eine bessere Zukunft auf ihn wartet? Vielleicht wird er sogar die Familie in Afrika unterstützen können? Sie hilft ihm schließlich bei seiner Flucht, gequält von Angst, Sehnsucht und Zweifel. Wie wird es ihm ergehen? Wird sie ihren Sohn wiedersehen? Was wird aus ihr, die alt und verlassen zurückbleibt? Nicht nur Dégnans Mutter, ein ganzes Dorf, ein Land, ein ganzer Kontinent, Mutter Afrika verliert ihre Kinder, entbehrt die kräftigen Hände der Jugend und damit die Perspektive auf einen Wandel in der eigenen Gesellschaft.

Das Stück vereint modernes, deutschsprachiges Theater, aktuelle, gesellschaftlich und politisch relevante Inhalte und zeitgenössischen Tanz mit afrikanischer kultureller Prägung fernab folkloristischer Darbietung.
 
Une conversation musicale avec Lajos Lencsés – Ein musikalisches Gespräch mit dem bekannten Oboisten Lajos Lencsés
Im Rahmen der Französischen Wochen 2022
 Lajos Lencsés
Wann: Dienstag, 22. März 2022, 19 Uhr
Wo: Literaturhaus, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart
Eintritt: 12€, ermässigt 7€
 
Im Dialog mit Catherine Gebhardt-Bernot (FDFK) spricht er über seine Jugend in Ungarn, seine Lehrjahre in Paris und seine Karriere in Deutschland und insbesondere über seine Begeisterung für französische Musik und Literatur. Im Laufe des Gesprächs spielt Lajos Lencsés einige seiner Lieblingsstücke auf der Oboe mit Klavierbegleitung und nimmt uns auf eine musikalische Reise in seine zweite Heimat mit.
 
Dans le cadre de la semaine française l´association Förderverein Deutsch-Französischer Kultur invite le musicien Lajos Lencsés à parler de sa passion pour la musique et la littérature française. Au cours du dialogue avec Catherine Gebhardt-Bernot (FDFK) il évoquera sa jeunesse en Hongrie, son départ pour Paris, sa carrière en Allemagne et les compositeurs dont il aime jouer la musique et qui sont parfois restés inconnus. C´est un voyage musical dédié à sa seconde patrie.
 
Gespräch (Deutsch und Französisch): Lajos Lencsés und Catherine Gebhardt-Bernot
Oboe  : Lajos Lencsés
Klavier: Masako Eguchi
 

Film-Premiere in Anwesenheit des Filmemachers Pierre Vidal
Dokumentarfilm (Dt./Frz.) über das Projekt „Gurs – Die Flucht in die Freiheit“ 2021
Deutsch-französische Jugendbegegnung und musikalische Darbietungen von Kompositionen aus Gurs, sowie Spurensuche und Interviews in Stuttgart, Pforzheim, Karlsruhe, Freiburg und Darmstadt.

Wann: Donnerstag, 24. März 2020, 17 Uhr, mit Wiedreholung um 19 Uhr
Wo: Institut français Stuttgart, Schlossstraße 51, 70174 Stuttgart
Eintritt: frei

 

Was bleibt noch in unserer kollektiven Erinnerung an die Internierung zehntausender Menschen im Lager Gurs, im Südwesten Frankreichs? Was bleibt vom Leid dieser Tausenden von Menschen, die gewaltsam ihren Familien entrissen wurden? Was bleibt von den Menschen, die verschwunden sind, dort gestorben sind oder in die Todeslager der Nazis deportiert wurden? Von ihrer Menschlichkeit, von der Musik und von den in dieser Hölle entstandenen künstlerischen Werken? Wie wird diese tragische Zeit in den Köpfen der jüngeren Generationen aufgenommen?


Wir begleiteten eine Gruppe junger französischer Schüler*innen aus der Gegend von Gurs – aus Gymnasien in Pau und Oloron – und deutscher Schüler*innen aus der Region Baden-Württemberg – aus Stuttgart, Tübingen – und aus Darmstadt bei ihrem Besuch an den Orten der Erinnerung. Wir hören ihnen zu. Wir sammeln ihre Eindrücke und Reaktionen und beobachten die Art und Weise, wie junge Menschen die Gewalt, die Unmenschlichkeit der geschichtlichen Fakten mit der Welt von morgen, die sie selbst gestalten werden, in Bezug bringen…


In Ergänzung zu dieser Erinnerungsarbeit werden Überlebende interviewt, wie Ernest Rapp, Historiker wie Serge und Beate Klarsfeld oder Roland Paul, und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich im Kampf gegen die Wiederbelebung von Rassismus und Antisemitismus engagieren.
 

Salon mit zwei Gästen

Wann: Sonntag, 10. Oktober 2021, 11:00 bis 13:00 Uhr
Wo: Café des Kulturzentrums Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart-West
Eintritt: 5€, Kaffee, Tee und Croissants können bestellt werden

… und zwar, bis heute. Der Publizist Sebastian Haffner schrieb vor 50 Jahren zum 100. Jahrestag, dass es in der Commune de Paris zum ersten Mal um Dinge ginge, um die heute noch gerungen wird: Diktatur oder Demokratie und deren Formen, Sozialismus, Wohlfahrtskapitalismus oder entfesselter Kapitalismus, Berufsarmee oder Volksheer, Frauenemanzipation. Und diese Fragen sind nach einem weiteren halben Jahr hundert immer noch unbeantwortet und deshalb aktuell.
Aber nicht nur politisch ist die Commune ein wichtiges Ereignis gewesen, sondern auch kulturell. Anerkannte Künstler sympathisierten mit der Commun oder spielten eine bedeutende Rolle in ihr wie der Maler Gustave Courbet. Die Tragik der Ereignisse hat einige Schriftsteller inspiriert wie Émile Zola (1840 1902), Victor Hugo (1802 1885) und Jules Vallès (1832 1885), die Zeitzeugen der Commune gewesen sind. Sehr beeindruckend haben sie "La semaine sanglante" (die blutige Woche) und die Brände in Paris dargestellt, die das Ende der Commune besiegelten.
Einige Texte werden auf Französisch vorgelesen und auf Deutsch übersetzt.

Mit Catherine Gebhardt Bernot und Ralf Kröner

In unseren Salons leisten Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft Fachleute und interessierte Laien vertiefende und auch kontroverse Beiträge. Anschließend hat das Publikum das Wort.

Hier die Präsentation der Veranstaltung.