Dokumentarfilm in Gegenwart des Filmemachers Pierre Vidal und Historikers Roland Paul
über das ehemalige Internierungslager Gurs / Südwestfrankreich

Wann: Freitag, 11. Juni 2021 um 19 Uhr
Wo: Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof
Eintritt:
frei, aber mit Nachweis für "Genesen, Geimpfte oder Getestete"
Kooperation: Hospitalhof, Château d'Orion/Nouvelle Aquitaine und Freundeskreis Château d'Orion e.V.

Ende 1945 wurden die Internierungslager, die auf französischem Territorium existierten, eilig aus der Erinnerung gelöscht. Die Spuren dieser Barbarei gerieten dann in Vergessenheit…
Doch Internierte, Historiker, Bücher und einige Dokumentarfilme erzählen von dieser wenig bekannten und schrecklichen Zeit. Eine lange Arbeit der Erinnerung beginnt.
In diesem Film wird die Geschichte von Gurs ausgegraben, diesem kleinen Dorf, das in wenigen Monaten zur drittgrößten Stadt der Basses Pyrénées, der heutigen Pyrénées-Atlantiques, wurde.

Zehntausende Menschen durchquerten dieses Lager, das größte in Frankreich, in dem sie unter schrecklichen Bedingungen interniert waren. Tausende starben dort. Tausende wurden von hier in Konzentrations- und Vernichtungslager abtransportiert, aus denen sie nicht zurückkehrten. Wie können wir den Tod aus dem Lager Gurs vergessen? Das Leiden derer, die dort geblieben sind? Die quälende Not der Überlebenden?
Unter den Internierten waren auch die im Oktober 1940 aus Baden, der Pfalz und dem Saarland deportierten Juden und Jüdinnen. Der Film erinnert nicht nur an sie, sondern auch an das Schicksal der spanischen Freiheitskämpfer, der „unerwünschten“ Deutschen, an Sinti und Roma, an Menschen aus mehr als 50 Nationen, die im Lager Gurs inhaftiert waren.
Der Film ist Teil eines umfangreichen Programms, das sich vor allem an die junge Generation wendet. Er ist Ausdruck der deutsch-französischen Zusammenarbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen.

Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Winfried Kretschmann

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