Von Kooperationspartner

Kooperation: Öffentliche Veranstaltungen vom 27. Oktober bis 4. Dezember 2022

Details dazu: 30tageimnovember.de

Der Blick zurück in die deutsche Geschichte zeigt, wohin, Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit führen können. In einer von Kriegen, sozialen Verwerfungen und der Klimakrise geprägten Gegenwart gilt es mehr denn je, Wissen und Werte zu vermitteln, die uns befähigen, Frieden, Demokratie und Freiheit immer wieder neu zu fordern, zu bewahren und die Allgemeinen Menschenrechte zu verteidigen!

Deshalb haben sich bisher über 230 zivilgesellschaftliche Organisationen zusammengeschlossen und laden zwischen dem 27. Oktober und dem 4. Dezember 2022 zu mehr als 140 Veranstaltungen in Stuttgart, Ludwigsburg, Tübingen, Köln und an vielen anderen Orten ein.

Die Reihe „Vom Wert der Menschenrechte“ will gemeinsam mit dem Publikum mit Bild, Text und Ton, Theater, Musik und Film der Frage nachgehen, wie, was und ob wir aus der Vergangenheit gelernt haben und welche Schlüsse sich daraus für die Zukunft ziehen lassen.

 

Diskussion/Vortrag der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg

Wann: Montag, den 23. Mai 2022 von 18 bis 20 Uhr
Wo: dasCANN, Kegelenstr. 21, Bad Cannstatt, 70372 Stuttgart
Eintritt: frei

Podiumgäste:

  • Benjamin Seidl (Jugendtreff Feuerbach)
  • Jenny Jarling und Timo Mildner (Mobile Jugendarbeit)
  • Ralf Kröner (Journalist)
  • Dr. Martin Schacht (DVJJ. Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V.)

In der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 2020 lief eine Polizeikontrolle in der Stuttgarter Innenstadt aus dem Ruder und schaukelte sich zu dem auf, was später meist als «Stuttgarter Krawallnacht» bezeichnet wurde. Politik und Justiz reagierten äußert scharf. Politiker behaupteten, man habe es mit Jugendlichen zu tun, die «gegen den Rechtsstaat eingestellt seien» (Kretschmann) und die man «alle kriegen» müsse (Strobl).

Tatsächlich identifizierte die Polizei fast 154* beteiligte Jugendliche. Ende 2020 begannen die ersten Prozesse. Gerade in den ersten Instanzen wurden mitunter harte Jugendgefängnisstrafen ohne Bewährung verhängt, die in einigen Fällen über das von der Staatsanwaltschaft geforderte Maß hinausgingen (aber häufig in der zweiten Instanz abgemildert wurden). Zahlreiche Beschuldigte kamen in Untersuchungshaft, obwohl in den meisten Fällen weder Flucht-, noch Verdunklungs- oder Wiederholungsgefahr bestand.

Soziale Ursachen und Erfahrungen mit Diskriminierung durch die Polizei wurden im Kontext der «Krawallnacht» zumindest ansatzweise diskutiert. Doch die sozialen und entwicklungspsychologischen, jugendtypischen Ursachen wurden nicht genügend berücksichtigt. In der Veranstaltung sollen auch Ansprüche und Grundsätze des Jugendstrafrechts herausgestellt werden – z. B. der Vorrang nachholender Erziehung vor Strafe.

Zu Beginn der Veranstaltung wird der Stuttgarter Journalist Ralf Kröner seine Eindrücke von neun öffentlichen Prozessen gegen Beschuldigte der «Krawallnacht» schildern. Benjamin Seidl, Leiter des Jugendtreff Feuerbach, wird den Zusammenhang zwischen den Ereignisse vom Juni 2020 und den Lebenslagen von Jugendlichen herstellen. Jenny Jarling und Timo Mildner von der mobilen Jugendarbeit Stuttgart knüpfen hieran an und stellen ihre Arbeit dar, die darin besteht, Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung in der Innenstadt zu ermöglichen. Welche Veränderungen haben sich nach den Geschehnissen vom Juni 2020 ergeben? Dr. Martin Schacht, Oberstaatsanwalt an der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Mitglied der Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ), wird die Bedeutung jugendstrafrechtlicher Prinzipen vor dem Hintergrund der juristischen Verfolgung der Ereignisse darstellen.

Im Anschluss an die vier Impulse, wird es genügend Zeit für Diskussion und Austausch geben.

(*Hinweis: Die im Text genannten Zahlen beziehen sich auf den Stand von August 2021.)

Kurs 22F10035 im VHS Unteres Remstal

Wann: Montag, den 16. Mai 2022 von 20 bis 22 Uhr
Wo: Kleinheppach, Schulstr. 11, Dorfgemeinschaftshaus, 71404 Korb
Eintritt: frei,  Anmeldung erforderlich wegen begrenzter Platzzahl

Der Schorndorfer Karl Friedrich Reinhard wurde 1799 französischer Außenminister. Der berühmte französische Politiker Talleyrand nannte ihn das Geschenk „Tübingens an Frankreich“, da Reinhard dort studiert hatte. Aber eigentlich war er ja ein Geschenk des Remstals. Die Beziehungen dieses Kerngebiets Württembergs zu Frankreich waren vielfältig: so wurden z.B. französische Weinsorten schon im Mittelalter erfolgreich im Remstal angebaut. Später wurde das Remstal öfter von französischen Truppen heimgesucht, aber es gab eben auch einen fruchtbaren Austausch und gibt ihn bis heute.

Kursleiter: Ralf Kröner

Liebe Freunde der Kultur und unseres Nachbarlands Frankreich,

Wir freuen uns diese Beiden auf eine für uns neue Art verbinden zu können, und zwar durch einen Theaterkurs auf Französisch für Amateure, der von unserem Mitglied Nicolas Rist angeboten wird.

Noch besser: Es ist die erste Kooperation mit der VHS Stuttgart, der Veranstalter, ein großer Schritt für unseren Verein.

Die Kurse starten Mitte Februar am Rotebühlplatz und wir würden uns freuen, Sie für dieses Abenteuer zu gewinnen. Bitte unterstützen Sie uns außerdem, indem Sie diese Nachricht an potentielle Interessenten weiterleiten.

Einzelheiten und Anmeldung können Sie hier finden: https://vhs-stuttgart.de/programm/kurssuche/kurs/Cours-de-thtre-amateur-en-franais/221-23700#inhalt