Gründerin und Ehrenmitglied

Das künstlerische Leben und Werk der in Frankreich geborenen Sängerin und Schauspielerin, Regisseurin und Autorin wurde durch ihre Zusammenarbeit mit Pierre Schaefer an der GRM  (Groupe de Recherches Musicales) in Paris und mit Künstlern wie Boulez, Cage, Cunningham geprägt und begründete ihre Karriere als Konzertsängerin. Ihre Mitte der siebziger Jahre erfolgte Übersiedlung nach Deutschland erforderte eine Neuorientierung in einer anderen Sprache und Theaterwelt, und so begann sie eine zweite Karriere als freie Regisseurin, Autorin und Schauspielerin.

Die Bandbreite ihrer weit über 60 musikalischen und performativen Produktionen reicht von Solostücken über Multimedia-Installationen bis zu Inszenierungen mit Kindern und Jugendlichen. Drei Themen sind stets zentral: Verhältnis von Stimme und Körper im künstlerischen Prozess, die historische, politische, psychosoziale Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland, und die Multilingualität auf der Bühne.

Die europäische Kosmopolitin, die sich neben dem Französischen, Deutschen, Italienischen , Englischen auch im Russischen und Spanisch/Portugiesischen bewegen kann, mischt in einer Inszenierung  Genres (Schauspiel, Tanz, Video und Streichquartett live) wie Sprachen, und setzt als Gründerin des in Stuttgart beheimateten Fördervereins Deutsch-Französischer Kultur die kulturelle Partnerschaft auch bilingual in Szene.

Ende 2009 kehrt sie nach Frankreich zurück und gründet in Paris die Association Champs Mêlés, mit der sie neue Theaterprojekte realisiert. (Hedda Kage, Berlin September 2012).


Um ihre künstlerischen Ziele zu erreichen, hat Simone Rist ungewöhnliche Wege gewählt.

Als Sängerin, hat sie sich der zeitgenössischen Musik gewidmet und interpretierte Werke von Luigi Nono, Bruno Maderna, John Cage, Karl-Heinz Stockhausen u.a....

Als Regisseurin, gründete sie in Niedersachsen das „TAM- Weserberglandtheater“ und inszenierte im TAM und in anderen Theatern sowohl Molière, Goethe, Curt Goetz, Jean Genet, Samuel Beckett u.a. als auch zeitgenössisches Musiktheater und ihre eigenen Werke.

Als Schauspielerin, spielte sie selbst geschriebene One-woman shows in Deutschland, Österreich und Frankreich.     

Als Theaterpädagogin unterrichtet sie Gesang und Musikalisches Theater an die Universität Gottingen. Sie schrieb Stücke für Kinder und Jugendliche und mit ungewöhnlichen Inszenierungen weihte sie in Grundschulen und Gymnasien die Schüler in die Kunst des Schauspiels ein.

  Mit dem „Förderverein Deutsch-Französischer Kultur e.V.“ kreiert sie als Autorin und Regisseurin multimediale, mehrsprachige Veranstaltungen mit deutsch-französischen oder europäischen Themen, vorwiegend in Verbindung mit der Partnerstadt Straßburg, aber auch mit anderen europäischen Ländern.